Asante shana

Es ist sehr gut, dass wir die vor Abflug noch einen Tag in Moshi hatten.

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So konnten wir uns noch einmal das einheimische Essen mit allen Konsequenzen bezüglich der Verträglichkeit einverleiben. Die Mamas waren glücklich, geschmeckt hat es hervorragend und günstig war es auch.
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Außerdem hatten wir noch Zeit, unsere lieb Gewonnenen zu verabschieden.
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Einmalig ist sicher auch, einen saisonalen und regionalen Kaffee zu trinken. Ich konnte die Versprechungen des Reiseführers nicht wiederlegen - ein Weltklassekaffee
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Zum offiziellen Abschied kratzten wir die vorerst letzten Schillinge zusammen und gingen noch einmal lecker Essen, bevor dann die Afterhour im Bongo Club eingeläutet wurde.
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Pünktlich zur Abfahrt sind dann alle schön brav im Bett; Außer ich.
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Karibuni Jeromani - jetzt komme ich auch gerne wieder heim.

Das wars vorerst einmal mit dem Bloggen. Ich hoffe es hat ein bisschen Spaß gemacht, uns auf unserer Reise zu begleiten. Mir auf jeden Fall sehr. Ich freu mich auf interessante Gespräche. Lg

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Der Abschied

Der letzte Tag in Karatu beginnt.

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Ein Löffel Chilli am Morgen, vertreibt Kummer und Sorgen. Die Loser vom Vorabend begleichen ihre Spielschulden.
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Und der Tag beginnt mit Diskussionen: "8 Uhr Frühstück, 11 Uhr Tee, 12 Uhr Lunch?"

Und schließlich rücken alle Pastoren an um den Abschied zu zelebrieren.

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P. Mertesacker, H. Fischer und T. Müller waren auch dabei.

Auch von unserem geliebten Carlos müssen wir Abschied nehmen.

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Seinem wehmütigen Bläcken nach hat Carlos schon einen Verdacht bezüglich seiner zeitnahnen Hinrichtung. Schade Carlos, war eine schöne Zeit mit dir.

Und machen uns nach ausgiebiger Verabschiedung auf den Weg nach Moshi.

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UPDATE: Wir sind gut in Moshi angekommen und speisen gerade. Ich hätte nicht gedacht, dass ich jemals freiwillig Ziege esse, doch zum Chipsimayai ist das ganz lecker.
Etwas lustig ist die Tatsache, dass wir genau in dem Hostel untergebracht sind, in dem ich 2010 meine Horror-Käfer-Nacht hatte. ;-j Aber die Zeiten ändern sich ja bekanntlicher Weise.

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Das letzte mal waren noch keine Brandschutzmaßnahmen vorhanden. Jetzt haben sie schon eine zuverlässige Brandmeldezentrale installiert.

VTC

… steht für vocational Training center und stellt das tansanische Gegenstück zur Berufsschule dar.

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So einfach kann ein schulübergreifendes Klassentagebuch aussehen.

Zum Mittagessen zauberten die Gastro-Lehrlinge ein kulinarisches Mahl für uns.

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Ohne Worte. Den in TZ ist es unhöflich, sich beim Esseb zu unterhalten. ;D
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Lauter fleißige Bienchen

Besonders reizvoll empfand ich die Vorstellung der Elektriker Klasse.

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Ein Demo-Aufbau mit Lampen und Klingel. Sie wählten sogar eine Kreuzschaltung.

Der Hohn war jedoch die technische Ausstattung.

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Hier handelt es sich nicht um die Kupferabfälle, sondern um das Übungsmaterial!
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Genauso hier.

Mit dem Klassleiter sprach ich  über die tansanische Berufsbildung und seine Arbeitssituation. Mal sehen ob sich in Deutschland ein paar Schalter, Schütze, Lampen auftreiben lassen.

Arabica por favor

Heute besuchten wir die Gemeinde in Oldeani. Von dort aus konnten wir eine 220ha Kaffeeplantage besuchen.

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So sieht frischer erntebereiter Arabica aus.

Sehr interessant war auch, die Art und Weise der Verarbeitung. Die Maschinerie hat zwar schon einige Jahre auf dem Buckel, schält und trocknet aber jährlich noch 400t Bohnen. Geröstet wird aber erst im Heimatland.

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Schwarz wir der Kaffee erst nach einigen Tagen Trocknung. Diese Bohnen werden hoffentlich daheim im Wintergarten spriesen

Über die Aussagen bezüglich der Bezahlung für die 600 Beschäftigten entstanden heftige Diskussionen in der Gruppe. Fair Trade erhält hier nochmal ganz anderes Gewicht. Kommt der Mehrpreis wirklich an? Bei einem Tageslohn von 1,8 US$?

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Der gute Manager mit Hut rief in der Gruppe unterschiedlichste Emotionen hervor. Ich fand ihn nett.
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Am Kraterrand ist die Natur wirklich einzigartig. Die Vulkanasche ist zu dem auch sehr fruchtbar.

Am Abend gabs dann noch lecker Kaffee, Kekse und Obst beim Dekan in der Bude. Mittlerweile ist er mir schon richtig sympathisch.

Nach dem Abendessen jugamos las cartas con bien amigas de español. ;D
Bis bald, LG

PS: heute morgen wurde ich von David in die Kunst der TZ-Elektrik eingeweiht.

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Der Erdspieß wird mit Asche und Salz bestreut, damit die Spannungsschwankungen in der Trockenzeit nicht allzu groß sind. 😀

Big Hasambe

Heute waren wir auf dem Gemeindefest in Kilimamoja. Dort stellten die verschiedenen Gemeinden ihre Frauenarbeit vor.

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Kirche in Kilimamoja. Links hinten kann man einige Stände erkennen.

Unglaublich und ungelogen dauerte der Gottesdienst heute 4h40min! Planmäßig starteten wir um 10h. Um ca. 12 Uhr wurde uns dann langsam klar, dass die veranschlagten 1,5h nicht eingehalten werden und das übliche D-Delay zuschlägt. Zwei Dinge sind mir besonders im Kopf geblieben.
1) Die Band spielt dudelt zu jeder Gelegenheit mit schrecklich unpassenden Melodien Gekorkse und ruiniert damit die wochenlange Vorbereitung der Chöre. Besonders erfreuten wir uns an den synthetischen Schlagzeugtönen, welche der Keyboarder in antizyklischen Rythmen seinem Instrument entlocken konnte. Hörproben folgen. Lachkrampfgarantie inklusive.

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Genie und Wahnsinn liegen auch in Tz oft nahe beieinander.

2) Fundraising. Unglaublich. Die Hütte brennt. Die Leute tanzen und schreien lauter als in jeder deutschen Disco. 😀

Schließlich endet nach der 30 minütigen Versteigerung der Gottesdienst um 14.40 Uhr. Wir verzeichneten einige drückende Blasen und einen erschöpften Leiter.

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In einem Stand bewirbt David (VTC Karatu) seine Elektrikerkenntnisse. Morgen geh ich mit auf die Baustelle.

Nach dem Essen bekommen wir einen Kuchen von den Frauen überreicht.

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MR entzündet stellvertretend für WK die Kerze als Symbol der Partnerschaft.

Ein schöner Tag geht zu Ende. Tolle Einblicke in Kirchenleben der Tansanies.

PS: Eine aufgehängte Autofelge lässt sich übrigens wunderbar zur Kirchenglocke umfunktionieren.

Makofi, Makofi, Makofi

Heute Morgen fand die feierliche Übergabe statt.

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Carlos ist uns zwar schon ans Herz gewachsen, soll aber nach unserer Abreise zu Kuchen verarbeitet werden. R.v.WK: Dekan, Koch, PA-Pastor JD, Liberata

Und nachträglich gabs noch Geschenke aus Mangola für die damals Kranken.

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Ein königlich güldernes Nachthemd für unseren Häuptling und ein schickes Kanga für seine Gehilfin.

Später besuchten wir die Gemeinden in Bashai und deren Ausgeburt  Njiapanda. Besonders abgefahren ist deren Kirche, welche erst zu ca. 20 Prozent fertig ist, kein Dach hat aber schon fleißig benutzt wird.

Abschließend pflanzen wir in Qurus noch sieben Bäume vorm Pfarrhaus, in der Hoffnung, dass von ihnen in sechs Jahren mehr zu sehen ist, als von der Baumpflanzaktion 2008.

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Das schaut nicht nur gestellt aus, sondern war es auch (fast). Die Löcher waren schon gegraben (siehe Arbeiter im Hintergrund :-P).

In Qurus ist nun ein neuer, junger Pfarrer der wirklich nett ist. Wir hoffen er kommt 2017 auch mit. Schließlich werden wir noch von Happy’s Eltern (2011) zu Kaffeewasser mit Zucker und Hähnchen eingeladen. Dazu hören wir schöne Eigenaufnahmen des M.L.-Chores der dt. Partnergemeinde (aus Sicherheitsgründen ist der Name zensiert). ;-D  MP erfreute sich dann noch eines schmackhaften Hähnchenkragens. Der wünscht sich das auch als Willkommensgericht in der Heimat.
Nein, mal im Ernst. Manchmal fällt es uns wirklich schwer, die gut gemeinte Gastfreundschaft auch als solche wahrzunehmen. Wir sind einfach verzogenen Mzungus.

Krater

Wie angekündigt waren wir heute im wunderschönen Krater. Unsere Partner waren auch dabei. Da die guten Fotos alle auf der Kamera sind, gibts hier eine Spar-letta:

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Gleich zum Einstieg jagten die Hyänen ein Warzenschwein, welches mit aufgestelltem Schwanz ziemlich schnell abhauen konnte.
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Wie zwei Danger Ranger

Da die Organisation leider etwas schief ging, war unser zweiter Wagen etwas ungeeignet und rief etwas Unbehagen und Missmut hervor. Es ist wirklich schwer für uns, richtig mit den Tanzanies umzugehen. Geduldig sein & Ertragen oder beschweren und quer stellen – eine wirkliche Herausforderung für uns alle. Nicht nur heut, sondern die gesamte Partnerschaft betreffend.
Mal sehen was demnächst noch kommt, die Landessynode ist ja jetzt zu Ende.
Lalla salama

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Die Affen am Gate haben nicht nur wegen ihrer Freizügigkeit Aufsehen erregt, sondern auch wg. dem gewaltsamen Übergriff auf einen Touriwagen. Ein amüsanter Abschied vom Krater. Videos gibts daheim.

Beim Barbier

Da sich die Diskussionsgruppe zum Thema Gender in Tanzania um 16 Uhr immer noch nicht blicken hat lassen, entschied ich mich, mein Vertrauen in einen der unzähligen ansässigen Salons zu investieren.

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Das ruhige Händchen des Barbiers, gepaart mit etwas Schwung im Handgelenk, lässt jede Schere überflüssig werden.

Nach einigen Blockaden der Maschine erreichen wir doch ein einigermaßen akzeptables Ergebnis.

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Bart und Haare für 4k TSH, das war ein guter Deal.

Wenige Sekunden nach dem Beenden der Behandlung war in Karatu Stromausfall. Gott sei Dank, denn selbst hier gibt es keinen handbetriebenen Rasierer. 😉
Salama

PS: morgen geht es in den Krater.

Karatu District Ride

„Gesagt getan“ dachte sich V. gestern und bestellte J. samt seinem Pikipiki um 10 Uhr ins Hostel. Darauf waren wir zwar nicht eingestellt, doch die wenigen Stunden bis zum Programmbeginn wollten sinnvoll genutzt werden. So liehen wir für 7,50€ das Gefährt um die Tansanische Kultur auch im Bereich der meist benutzten Nahverkehrsmittel zu erleben.

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Rennfahrer F. mit Copilot und Navigator MP.

Im Verlauf der Ausfahrt wurde das PP auch einem gewissen Gelände-Härtetest unterzogen. Fazit: Toyo Bikes überzeugen durch überragende Bremsverzögerung und bärenstarkes Drehmoment.

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Einblick in die Testumgebung. Testphase musste teilweise aus Sicherheitsgründen im Solobetrieb.

Selbst in unwegsamen Gelände, zwischen Kaffeeplantagen und Hinterhöfen bahnten wir uns einen Weg auf bislang unbefahrenen Trampelpfaden. ;D
Gegen Ende der Ausfahrt war jedoch eine kleine Panne zu verzeichnen. Der Gasdrehgriff korreliert mit dem feinen Staub und verweigerte seinen Dienst.  Auch einheimische Passanten wussten keinen Rat. Aufgrund der langjährigen Erfahrung mit Ostdeutschen Motorrollern konnte die Fahrt jedoch ohne Gasgriff fortgesetzt werden.
Das zweite Testteam (FP & MP) hatte weniger Erfolge und mussten aufgrund des eingefahrenen Nagels die letzten Meter schieben. Die einheimische Bevölkerung erfreute sich in beiden Fällen höchst. Wahrscheinlich weil sonst die Weißen nur im Jeep vorbeifahren und rausfotografieren.
Eine wirklich schöner Vormittag.